Angebote zu "Zeitgeschichtliche" (6 Treffer)

Eintrittskarte Tour 1 Spezial (mit Autor R. Jan...
21,90 € *
zzgl. 4,95 € Versand

Bei dieser Tour handelt es sich um die Tour 1 als Spezialtour dem Autor Reiner Janick (Dauer ca. 2 Stunden). Für die gewöhnliche Tour 1 (Dauer 1,5 Stunden) sind Eintrittskarten nicht im Vorverkauf, sondern nur am Tag der Führung vor Ort erhältlich! Die Eintrittskarte gilt ausschließlich für Tour 1 Spezial und nur zum angegebenen Termin und der angegebenen Uhrzeit. Kein Umtausch, Erstattung oder Rücknahme. ? Eintrittskarten sind bis maximal 2 Tage vor der Führung hier erhältlich. ? Pro Bestellung können maximal 5 Eintrittskarten erworben werden. ? Festes Schuhwerk wird vorausgesetzt (keine hohen Absätze, keine Sandalen, Flip-Flops, Ballerinas usw.). ? Die Führung dauert ca. 2 Stunden. ? Die Tour richtet sich von Inhalt und Anspruch an ein erwachsenes Publikum. Sie ist daher nicht für Kinder und Jugendliche empfohlen. Kinder unter 7 Jahren können generell an unseren Führungen nicht teilnehmen. ++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++ Hunderte von Menschen laufen täglich an einer grünen Tür im U-Bahnhof Gesundbrunnen vorbei, ohne zu ahnen, dass sich dahinter ausgedehnte, authentische und geschichtsträchtige Räume verbergen. Während des Zweiten Weltkrieges entstanden in Berlin unzählige Bunker, es wurden aber auch Räume im Bereich der U-Bahn zu Luftschutzzwecken ausgebaut. Im U-Bahnhof Gesundbrunnen entstanden auf mehreren Etagen unterirdische Schutzräume für Reisende und Anwohner. Noch heute ist dort unten zu spüren, wie unangenehm es einst gewesen sein muss, in den engen Räumen eingezwängt zu sein, im Hintergrund das Surren der Lüftungsanlagen und das Dröhnen der Bomber am Himmel. Nach dem Krieg blieb die Luftschutzanlage vom Demilitarisierungsprogramm der Alliierten verschont, weil bei einer Sprengung der U-Bahntunnel in Mitleidenschaft gezogen worden wäre. Die Anlage fiel in einen »Dornröschenschlaf« und wurde 1998 vom ein Jahr zuvor gegründeten Verein Berliner Unterwelten wiederentdeckt. Heute beherbergt das unterirdische Labyrinth Schwerpunktthemen wie Bombenkrieg und Luftschutz. Gezeigt werden zusätzlich Funde aus Bunkern des ehemaligen Regierungsviertels, sowie Kriegsschrott und Bodenfunde als Hinterlassenschaft des Zweiten Weltkrieges. Im Blickpunkt steht auch die schwierige Thematik »Kriegsbauwerk und Denkmalschutz«. Weitere Ausstellungsräume zeigen zudem, was sich noch im Berliner Untergrund befindet oder befunden hat ? die Berliner Rohrpost, Brauereikeller und das Abwassersystem. Die zweistündige Tour 1 Spezial führt durch weitere unterirdische Räumlichkeiten und behandelt zusätzliche Themen, die auf der üblichen Tour 1 aus Zeitgründen nicht gezeigt oder vorgestellt werden können. Dabei wird der Autor Reiner Janick, einer der versiertesten Kenner der Materie, den Besuchern persönlich von seinen Forschungen und Erkenntnissen berichten. Der Referent: Reiner Janick (*1960 in Berlin) Seit 1988 Erforschung und Dokumentation der Berliner Bunker- und Luftschutzanlagen, seit 1990 auch Dokumentation der Umgestaltung der Ministergärten. 1997 Mitbegründer des Berliner Unterwelten e.V. Historische Fachberatung für zahlreiche Fernsehdokumentationen; verschiedene Vorträge und Stadtführungen zum Thema »Bunker in Berlin«. Co-Autor u.a. des Buches »Bunker, Sirenen und gepackte Koffer ? Berlin unter Stahlbeton« Die Führung dauert ca. 2 Stunden. Treffpunkt: vor dem Ticket- und Buchshop des Berliner Unterwelten e.V., Brunnenstraße 105, 13355 Berlin (südlicher Ausgang U-Bahnhof Gesundbrunnen, Ausgang Richtung Brunnenstraße, Ramlerstraße) Weiterführende Informationen unter: https://www.berliner-unterwelten.de/fuehrungen/sonderfuehrungen/dunkle-welten-janick.html ++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

Anbieter: konzertkasse.de
Stand: 24.04.2019
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Eintrittskarte Tour 1 Spezial (mit Autor D. Arn...
21,90 € *
zzgl. 4,95 € Versand

Bei dieser Tour handelt es sich um die Tour 1 als Spezialtour mit dem Autor Dietmar Arnold (Dauer ca. 2 Stunden). Für die gewöhnliche Tour 1 (Dauer 1,5 Stunden) sind Eintrittskarten nicht im Vorverkauf, sondern nur am Tag der Führung vor Ort erhältlich! Die Eintrittskarte gilt ausschließlich für Tour 1 Spezial und nur zum angegebenen Termin und der angegebenen Uhrzeit. Kein Umtausch, Erstattung oder Rücknahme. ? Eintrittskarten sind bis maximal 2 Tage vor der Führung hier erhältlich. ? Pro Bestellung können maximal 5 Eintrittskarten erworben werden. ? Festes Schuhwerk wird vorausgesetzt (keine hohen Absätze, keine Sandalen, Flip-Flops, Ballerinas usw.). ? Die Führung dauert ca. 2 Stunden. ? Die Tour richtet sich von Inhalt und Anspruch an ein erwachsenes Publikum. Sie ist daher nicht für Kinder und Jugendliche empfohlen. Kinder unter 7 Jahren können generell an unseren Führungen nicht teilnehmen. ++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++ Hunderte von Menschen laufen täglich an einer grünen Tür im U-Bahnhof Gesundbrunnen vorbei, ohne zu ahnen, dass sich dahinter ausgedehnte, authentische und geschichtsträchtige Räume verbergen. Während des Zweiten Weltkrieges entstanden in Berlin unzählige Bunker, es wurden aber auch Räume im Bereich der U-Bahn zu Luftschutzzwecken ausgebaut. Im U-Bahnhof Gesundbrunnen entstanden auf mehreren Etagen unterirdische Schutzräume für Reisende und Anwohner. Noch heute ist dort unten zu spüren, wie unangenehm es einst gewesen sein muss, in den engen Räumen eingezwängt zu sein, im Hintergrund das Surren der Lüftungsanlagen und das Dröhnen der Bomber am Himmel. Nach dem Krieg blieb die Luftschutzanlage vom Demilitarisierungsprogramm der Alliierten verschont, weil bei einer Sprengung der U-Bahntunnel in Mitleidenschaft gezogen worden wäre. Die Anlage fiel in einen »Dornröschenschlaf« und wurde 1998 vom ein Jahr zuvor gegründeten Verein Berliner Unterwelten wiederentdeckt. Heute beherbergt das unterirdische Labyrinth Schwerpunktthemen wie Bombenkrieg und Luftschutz. Gezeigt werden zusätzlich Funde aus Bunkern des ehemaligen Regierungsviertels, sowie Kriegsschrott und Bodenfunde als Hinterlassenschaft des Zweiten Weltkrieges. Im Blickpunkt steht auch die schwierige Thematik »Kriegsbauwerk und Denkmalschutz«. Weitere Ausstellungsräume zeigen zudem, was sich noch im Berliner Untergrund befindet oder befunden hat ? die Berliner Rohrpost, Brauereikeller und das Abwassersystem. Die zweistündige Tour 1 Spezial führt durch weitere unterirdische Räumlichkeiten und behandelt zusätzliche Themen, die auf der üblichen Tour 1 aus Zeitgründen nicht gezeigt oder vorgestellt werden können. Dabei wird der Autor Dietmar Arnold, einer der versiertesten Kenner der Materie, den Besuchern persönlich von seinen Forschungen und Erkenntnissen berichten. Der Referent: Dietmar Arnold (*1964 in Berlin) Studium der Stadt- und Regionalplanung an der Technischen Universität Berlin, Diplomarbeit über die Beelitzer Heilstätten. 1990 Gründung eines freien Planungsbüros, seit 1991 intensive Forschungstätigkeit über den Berliner Untergrund und die Berliner Bunker- und Luftschutzanlagen. 1997 Mitbegründer des Berliner Unterwelten e.V.; dort seit 1999 Vorstandsvorsitzender. Seit 2007 spezielle Forschungen und Publikationen zu den Berliner Fluchttunneln. Autor u. a. der Bücher »Dunkle Welten ? Bunker, Tunnel und Gewölbe unter Berlin« und »Bunker, Sirenen und gepackte Koffer ? Berlin unter Stahlbeton« Die Führung dauert ca. 2 Stunden. Treffpunkt: vor dem Ticket- und Buchshop des Berliner Unterwelten e.V., Brunnenstraße 105, 13355 Berlin (südlicher Ausgang U-Bahnhof Gesundbrunnen, Ausgang Richtung Brunnenstraße, Ramlerstraße) Weiterführende Informationen unter: https://www.berliner-unterwelten.de/fuehrungen/sonderfuehrungen/dunkle-welten-arnold.html ++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

Anbieter: konzertkasse.de
Stand: 24.04.2019
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Register
49,80 € *
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Der Registerband: Neben einem alphabetischen, 3400 Titel umfassenden Inhaltsverzeichnis enthält der Band ein Gesamtregister sämtlicher historischer Personen, die wir in seinem Werk gewürdigt finden. Hinzu kommen ein Gesamtverzeichnis der 3365 Buchbesprechungen sowie ein komplettes Inventar seiner Lyrik nach Titeln und Anfangszeilen der Gedichte und ihren Entstehungsdaten. Mit dem Registerband wird die Gesamtausgabe der Werke Hermann Hesses auch für die Forschung auf vielfältige Weise nutzbar. Er ermöglicht in alphabetischer Reihenfolge, jeden Text des Dichters aufzufinden, und verknüpft Hesses Werk und Biographie mit der Literatur- und Zeitgeschichte. Was bisher nur zu ahnen war, kann jetzt nachgewiesen werden: Hesses fast enzyklopädisch anmutende Kenntnis der Weltliteratur und ein Gespür für das Wertbeständige im Schaffen der Autorenkollegen seiner Generation,Eigenschaften, die einzigartig sind in der deutschen Kulturgeschichte. Hesses Titel sind mit Gattungssiglen versehen. Ein Personenregister verzeichnet sämtliche in Hesses Schriften vorkommenden Zeitgenossen, Verwandte, Freunde, Künstler und Autorenkollegen der Vergangenheit und Gegenwart sowie deren Werke, die für ihn von Bedeutung waren. Auch die Institutionen, mit denen Hesse in Verbindung stand, werden in einem gesonderten Register aufgeführt. Es folgt ein Verzeichnis der Periodika, das sämtliche Zeitungen, Zeitschriften, Jahrbücher etc. erfaßt, in denen seit der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert seine Arbeiten publiziert wurden. Den Abschluß bildet ein Ortsregister, das auf die Orte verweist, die Hesse besucht hat, oder solche von biographischer und werkgeschichtlicher Bedeutung.

Anbieter: buecher.de
Stand: 15.04.2019
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Nordwald (eBook, ePUB)
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Der Roman erzählt in Auszügen die Geschichte der Region um das Dreiländereck Österreich-Tschechien-Deutschland, deren Grundzüge geprägt sind von Wäldern und bäuerlichen Gesellschaftsstrukturen. Der Erzähler tritt in Gestalt eines älteren Mannes auf, der Aufgrund psychischer Veränderungen imstande ist, zumindest in seiner Vorstellung, sich an die Lebensgeschichten seiner Vorfahren zu erinnern. Nach der Einweisung in eine Pflegeanstalt und der darauffolgenden Flucht aus derselben, findet er sich zusammen mit zwei Freunden in einer abgelegenen Hütte im Hochwald wieder. Dort werden die Erinnerungen der drei Männer lebendig - Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft verknüpfen sich. Anhand der Schicksale der drei Freunde werden mehr oder weniger bedeutende historische und zeitgeschichtliche Ereignisse aus der Region erzählt. Der Protagonist wird zum Beispiel, in Form seiner Ahnen, zum Ideengeber für den Schwarzenberg¿schen Schwemmkanal, er ist am Raub eines Altares aus einem Kloster beteiligt, hilft bei der Festsetzung einer berüchtigten Schmuggler- und Räuberbande, und begegnet und beeinflußt Adalbert Stifter. Im Gedanken stellt er Betrachtungen zur Entwicklung seiner ländlichen Heimat, auch unter dem Einfluß globaler Vorgänge, in Bezug auf Landwirtschaft, Architektur oder Gesellschaft an. Die zweite Hauptfigur erlebt nach dem zweiten Weltkrieg am eigenen Leib die Vertreibung der Minderheiten aus Böhmen, die russische Besatzungszeit im Mühlviertel, und die Errichtung und den Fall des Eisernen Vorhangs. Er symbolisiert den Bauernstand, die Bescheidenheit und die Naturverbundenheit, macht aber auch deutlich, daß die Entwicklung von kognitiver und emotionaler Intelligenz keine Frage von Bildung und sozialem Umfeld ist. Der Dritte ist ein an Demenz erkrankter Jugendfreund des Erzählers, an dessen Schicksal sich die zerstörerische Kraft gesellschaftlicher Zwänge ablesen läßt. Themen wie Vertreibung, Flucht und soziale Integration, ökologische und wirtschaftliche Fragen, Bildung, Kunst und Medien, Liebe und Haß, bilden die Hintergründe für die Gedanken und Taten der Hauptfiguren, die eingebunden sind in die rauhe Landschaft des Böhmerwaldes. Die im Roman erwähnte Personen sind frei erfunden, den historischen Ereignisse liegen aber zum Teil tatsächliche Ereignisse zugrunde.

Anbieter: buecher.de
Stand: 15.04.2019
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Wo Freiheit ist ...
19,95 € *
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Als Reiner Kunze 1977 vom Regime der DDR außer Landes gedrängt wurde, rettete er nicht nur seine Familie und sein literarisches Talent über die Grenze, sondern auch seinen kritischen Blick auf seine Umwelt. Obwohl er sich bewußt war, wie brüchig die oft mißbrauchte Form des Interviews inzwischen geworden ist, äußerte er sich öffentlich zu zeitgeschichtlichen Themen. Er nahm zunächst nur zögernd und tastend, bald aber immer entschiedener Stellung zu Fragen, in die er sich einbezogen sah. Im Widerspiel von Frage und Antwort legte Kunze seine Überzeugungen dar, die stets von einem hochsensiblen ethischen Empfinden geprägt sind. Und immer wieder betonte er als einer, der am eigenen Leibe erfahren hat, was es heißt, einer Diktatur ausgeliefert zu sein, welches Glück es bedeutet, lebe zu dürfen, ´Wo Freiheit ist ... ´ Diese Gespräche und Interviews aus über 16 Jahren legt Kunde nun gesammelt vor. Der Band bezeugt heute, wie nachdrücklich Kunze schon vor Jahren auf die unerträgliche Situation der Menschen in der DDR hingewiesen hat - und läßt ahnen, welchen Anfeindungen er deshalb in Ost und west ausgesetzt war. Darüber hinaus gibt Kunze aber auch Auskunft zu literarischen Fragen, skizziert seinen Werdegang als Schriftsteller, spürt seinen poetischen Vorbildern nach und gewährt so tiefe, aufschlußreiche Einblicke in seine Dichterwerkstatt. Am anrührendsten jedoch lesen sich seine persönlichen Erinnerungen: wie er als krankes Kind von seinen Klassenkameraden gehänselt wurde; wie sich durch eines seiner Liebesgedichte der erste briefliche Kontakt zu seiner späteren Frau knüpfte; oder wie seine Familie und er in Westdeutschland allmählich eine neue Heimat fanden.

Anbieter: buecher.de
Stand: 15.04.2019
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Alkor
29,00 € *
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Das Jahr, in dem die Mauer fiel, hat Kempowski mit besonderer Intensität erlebt, verbüßte er doch einst als Regimegegner acht Jahre Haft in Bautzen. Politische Betrachtungen stehen daher im Mittelpunkt dieses Tagebuchs, das zugleich Einblick in den Alltag eines großen Schriftstellers gewährt. ´´1989 - ein großes Gedächtnisjahr hebt die Röcke: Vor fünfzig Jahren Kriegsanfang, vierzig Jahre Bundesrepublik und die DDR. Und ich werde sechzig.´´ So lautet der erste Eintrag im Tagebuch des Schriftstellers, der zu diesem Zeitpunkt nicht ahnen konnte, welche dramatische Entwicklung dieses Jahr nehmen sollte, eine Entwicklung, die den Lauf der Geschichte nachhaltig veränderte. Kempowskis letzter Eintrag in diesem Jahr zeigt, wie sehr auch er vom Fall der Mauer überrascht wurde: ´´Welch ein Jahr! Im Erinnerungsjahr der Französischen Revolution eine reguläre bürgerliche Revolution. Und wir waren dabei! Mit Augen und Ohren: Wahnsinn!´´ Es begann im Spätsommer 1989, als das Volk erstmals öffentlich seinen Unmut über das SED-Regime artikulierte. Mit fieberhafter Aktivität verfolgt Kempowski, wie sich die Ausreisewelle über Ungarn, Polen und die Tschechoslowakei langsam in den Westen vorarbeitet. Er wundert sich über die verhaltene Skepsis der westdeutschen Medien, als es in Leipzig zu den ersten großen Massendemonstrationen kommt. Und er registriert voller Misstrauen, wie die SED durch den Wechsel von Honecker zu Krenz noch den Kopf aus der Schlinge zu ziehen versucht. Doch am 1. Dezember wird die Führungsrolle der SED aus der Verfassung gestrichen, und wenige Tage darauf tritt Krenz als Staatsratsvorsitzender zurück. Die Öffnung des Brandenburger Tors am 22. Dezember 1989 erlebt Kempowski ´´wie einen Traum´´. Die politische Wende und die politischen Diskussionen jener Tage wecken bei ihm schmerzhafte Erinnerungen an seine eigene Vergangenheit als so genannter Staatsfeind. 1948 war er von einem sowjetischen Militärtribunal zu 28 Jahren Haft verurteilt worden, von denen er acht in Bautzen absaß, bevor er in den Westen ausreisen konnte. Umso größer ist sein Entsetzen, als er jetzt feststellen muss, wie viele Bürger noch im Dezember 1989 wegen ihrer politischen Überzeugungen im Gefängnis sitzen. Trotz der dramatischen zeitgeschichtlichen Ereignisse erschöpft sich ´´or´´ nicht in politischen Betrachtungen. Kempowskis Neugierde und Beschreibungskraft richten sich ebenso sehr auf das Alltägliche, auf den Mikrokosmos seiner idyllischen Umgebung in Nartum. In dem ´´Dorfroman´´, der einen fortlaufenden Bestandteil des Tagebuch bildet, beweist Walter Kempowski einmal mehr seinen Sinn fürs Skurrile. Zugleich gewährt ´´Alkor´´ faszinierende Einblicke in einen bedeutenden literarischen Schaffensprozess. 1989 ist das Jahr, da die Arbeit am ´´Echolot´´ in die entscheidende Phase geht, er vergleicht dieses einzigartige Unternehmen mit ´´einer Expedition ins Ungewisse´´, die ihn zeitweilig aufzufressen droht: ´´Ich weiß nur, dass ich diese Arbeit machen muss.´´ Walter Kempowskis privates Tagebuch ist daher eine wichtige Ergänzung zu ´´Echolot´´, dem ´´kollektiven Tagebuch´´.´´Alkor´´ - der Titel verweist auf einen nur schwer erkennbaren Stern des Großen Wagens - zeigt, welche Erfahrungen Kempowski mit Journalisten, mit neugierigen Besuchern, mit den Teilnehmern seiner Schriftstellerseminare macht, es enthüllt, wie er mit Freunden und Gegnern umgeht - oder mit den ´´Scharfrichtern vom Literarischen Quartett´´. Darüber hinaus runden sich die persönlichen Einträge zu einem facettenreichen Bild des Lesers Kempowskis, dessen Bemerkungen zu Lektüreabenteuern mit Thomas Mann, Botho Strauss, Günter Grass, Stefan Heym etc. an Pointiertheit nichts zu wünschen übrig lassen. Und schließlich bringt dieses Tagebuch uns auch den leidenschaftlichen Musikliebhaber und Organisten Kempowski nahe, der in den Kompositionen großer Meister eine Gegenwelt zu der oft schmerzlich empfundenen Flachheit der modernen Medien findet, zu denen er ein ambivalentes Verhältnis hat. Anders als bei vielen anderen großen Schriftstellern ist das Tagebuch für Kempowski kein Nebenwerk. Für den Chronisten des deutschen Bürgertums, der auch als Romancier immer schon ein leidenschaftlicher Sammler und Collageur war, ist diese literarische Form besonders inspirativ.

Anbieter: buecher.de
Stand: 15.04.2019
Zum Angebot